FAQ

Reines Elektroauto (BEV): Reine Elektrofahrzeuge sind ausschließlich mit einem Elektromotor ausgestattet und erhalten ihre Energie aus einer Batterie im Fahrzeug. Die Batterie wird über den Anschluss an eine Stromquelle (z.B. Ladesäule) aufgeladen. Die Batterie kann auch zurückgewonnene Bremsenergie speichern (Rekuperation). Da Fahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb im Englischen “Battery Electric Vehicle” genannt werden, hat sich mittlerweile auch im Deutschen die Abkürzung BEV eingebürgert.

 

Hybrid- (HEV) und Plug-In-Hybridfahrzeug (PHEV): Ein Hybridfahrzeug vereint elektrisches und konventionelles Antriebs- und Energiesystem (HEV = “Hybrid Electric Vehicle”). Das Fahrzeug wird sowohl mit einem Verbrennungsmotor als auch mit einem Elektromotor angetrieben. Wird eine größere Batterie verwendet, die über das Stromnetz aufgeladen werden kann, spricht man im Englischen von einem Plug-In-Hybrid Electric Vehicle, also einem PHEV. Hybridfahrzeuge haben den Vorteil, dass kleinere Strecken rein elektrisch und emissionsfrei zurückgelegt werden können, aber auch größere Distanzen kein Problem darstellen, weil dann der Verbrennungsmotor eingeschaltet wird. Mit den Fortschritten bei der Batterietechnik wird es künftig möglich sein, den elektrischen Anteil immer weiter zu vergrößern.

 

Brennstoffzellenfahrzeuge (z.B. mit Wasserstoff): Brennstoffzellenfahrzeuge können im weitesten Sinn als Elektroauto gesehen werden, da sie ebenfalls mit einem Elektromotor ausgestattet sind. Doch anstatt einer Batterie wird dieser von einer Brennstoffzelle angetrieben. Innerhalb der Brennstoffzelle sorgt eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff für die Entstehung von Strom. Dieser wird wiederum an den Motor weitergeleitet und treibt das Fahrzeug an. Der große Vorteil: Es treten keine Emissionen, sondern nur Wasserdampf aus.

Am besten an einer Ladestation! Zuhause kann das eine Wallbox (Wandladestation) in der Garage oder dem Car-Port sein.
Eine Haushaltsteckdose reicht für das Aufladen von Elektroautos eigentlich nicht aus, weil sie nicht für langes Laden unter hoher Last ausgelegt ist. Ein normaler Stecker und ein normales Stromkabel neigen bei langer und hoher Last zur Überhitzung: Die Folge: Die Sicherung springt raus und das Auto kann nicht weiter geladen werden. Auch kann es im schlimmsten Fall zum Kabelbrand kommen.

 

Überhitzung und ein Abbruch des Ladevorgangs sind bei einer Wandladestation so gut wie ausgeschlossen. Wallboxen müssen über besondere FI-Schutzschalter verfügen. Außerdem arbeiten Wallboxen mit höheren Ladeleistungen. Statt 2,3 kW – wie bei der Haushaltssteckdose – sind sogar bis zu 22 kW möglich.

 

Alle Wallboxen haben einen festen Anschluss an die Hausinstallation. Meistens sind sie mit dem Typ-2-EU-Stecker ausgestattet. Für ältere Elektroautos mit Typ-1-Stecker gibt es passende Anschlusskabel.

 

Die wichtigsten Unterschiede liegen in Ladeleistung und der Bedienkomfort: Dauert das Laden eines leeren 30-kWh-Akkus mit einer Wallbox simpelster Auslegung (230 V, einphasig, 16 A, 3,7 kW) mindestens zehn Stunden, reduziert sich der Ladevorgang bei höherwertigen Wallboxen (400 V, dreiphasig, 16 A, 11 kW) auf rund drei Stunden. Die 11-kW-Option entspricht dem Anschluss an eine 400 Volt-Leitung – wie etwa beim Küchenherd üblich.

 

Die aufwendigere Option ist die Optimierung der Hausinstallation mit stärkeren Zuleitungen. Mit der 22-kW-Wallbox (dreiphasig, 32 A) dauert das Laden eines 30-kWh-Akkus nur etwa 1,5 Stunden. Die Installation treibt jedoch die Kosten in die Höhe und bedarf zudem einer ausdrücklichen Genehmigung durch den örtlichen Netzbetreiber.

 

Der ADAC hat Ende 2018 zwölf verschiedene Wall-Boxen getestet. Die Textergebnisse finden Sie hier.

Grundsätzlich ja. Allerdings müssen bei der Installation einige Herausforderungen bewältigt werden. So sind die meisten älteren Hausanschlüsse nicht auf die deutlich erhöhte Stromnachfrage durch Elektroautos ausgelegt. Es gibt zwar technische Lösungen, die aber einigen Planungsaufwand erfordern.

 

Das weitaus größere Problem ist aber die Gesetzeslage: In Deutschland muss bei Mehrfamilienhäusern die Eigentümergemeinschaft dem Einbau von Wallboxen zustimmen – und zwar einzelnen Gerichtsbeschlüssen zufolge einstimmig. Ein einziger Elektro-Gegner in der Eigentümergemeinschaft kann deshalb die Strom-Aufrüstung für alle ausbremsen.

Natürlich können Sie Ihr E-Fahrzeug auch an öffentlichen Ladesäulen aufladen. Seit dem 18. April 2017 veröffentlicht die Bundesnetzagentur die im Rahmen der Ladesäulenverordnung (LSV) gemeldeten Daten zur öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur in Deutschland. Die La­de­säu­len­kar­te für Deutschland finden Sie hier.

 

Wie lange dauert das Laden?
Die Dauer hängt hier entscheidend von der Art des Stroms ab. Kurz gesagt: Ein Elektroauto lässt sich mit Wechselstrom (AC) langsamer aufladen, während mit Gleichstrom (DC) Schnellladungen möglich sind. Die meisten Säulen sind mit zwei Typ-2-Steckern mit je 22 kW Wechselstrom-Leistung ausgestattet. Sie laden den Stromer in rund 2 bis 4 Stunden auf. An Schnellladesäulen mit über 50 kW kann man sein Elektroauto mit Gleichstrom (DC) laden und hat seinen Akku meist in 30 Minuten wieder zu 80 bis 100 % gefüllt. Einen Überblick über die gängigen Ladesäulen finden Sie hier.

 

Was kostet das Laden an einer öffentlichen Ladesäule?
Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn sowohl Bedienung, Abrechnungsart und Tarife hängen von der Art der Ladesäule und natürlich vom Anbieter ab.Der ADAC hat im April 2019 einen Überblick über die Tarifmodelle von 12 Anbietern erarbeitet. Den Überblick finden Sie hier.

Ein batteriebetriebenes Elektroauto erzeugt zwar lokal beim Fahren keine CO2 -Emissionen, diese können aber indirekt bei der Stromproduktion für das Laden der Batterie entstehen. Um die CO2 -Bilanz eines Elektroautos nicht negativ zu beeinflussen, ist es also sinnvoll, es mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien zu betanken. Ein Elektroauto fährt folglich nur so umweltfreundlich, wie es der für das Laden produzierte Strom ist.

 

Das gilt im Übrigen auch für den Wasserstoff für ein Brennstoffzellenfahrzeug. Wird dieser aus Erdgas hergestellt, sieht es mit der Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs nicht mehr so gut aus. Besser ist es, Wasserstoff z.B. durch Elektrolyse mit Ökostrom herzustellen.

Sie möchten mit E-Power durchstarten? Wir haben Ihnen hier Informationen zu Förderprogrammen und Steuervorteilen zusammengestellt.

In der Anschaffung sind Elektrofahrzeuge rund 40 Prozent teurer. Doch die Preise sinken. Im Unterhalt sind Elektrofahrzeuge bereits günstiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Rechnet man mit einem Verbrauch von etwa 20 Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometern, belaufen sich die Energiekosten bei einem Strompreis von 28 Cent je Kilowattstunde auf weniger als sechs Euro pro 100 Kilometer: 40 Prozent weniger als an der Verbrenner-Zapfsäule. An öffentlichen Ladesäulen ist der Preies meist höher (s.o.). Und mit einer eigenen Solarzelle wird das „Tanken“ noch günstiger.

Die „Lebensdauer“ einer Batterie schwankt laut Herstellern zwischen 100.000 und 160.000 Kilometern, bevor Ersatz notwendig wird. Einige Hersteller bieten bereits ein separates Leasingmodell für Batterien an. Auch kann man die Lebensdauer einer Batterie selbst beeinflussen, indem man Über- und Tiefentladung vermeidet, bewusst fährt und beschleunigt.

Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs hängt von mehreren Faktoren ab: Die Größe der Batterie des Fahrzeugs beeinflusst die Leistung ebenso wie Fahrweise oder Nutzung von Heizung oder Klimaanlage. Im Schnitt besitzen Elektrofahrzeuge heute eine Reich weite von 240 Kilometern – Tendenz steigend. Elektrofahrzeuge mit einer Brennstoffzelle haben eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern.

Reparaturen wie Reifenwechsel, Austausch von Glühlampen oder Bremsbelägen können von jeder Kfz-Werkstatt vorgenommen werden. Sind allerdings die Batterie oder die damit verbundene Elektronik betroffen, braucht der Mechaniker spezielle Schulungen.