Fördermöglichkeiten

Sie möchten mit E-Power durchstarten? Hier haben wir für Sie Informationen zu Förderprogrammen und Steuervorteilen zusammengestellt.

Seit Juli 2016 subventionieren Bund und Hersteller die meisten Elektroautos sowie Pkw mit Brennstoffzelle mit insgesamt 4.000 Euro, Plug-in-Hybride werden mit 3.000 Euro gefördert.
Die Förderleistung des Bundes beträgt jeweils die Hälfte der genannten Summen. Von den Herstellern kommt die andere Hälfte.

 

Zuständig für die Bewilligung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), in der Regel füllen die Autohändler die erforderlichen Formulare für die Kunden aus. Beantragen können die Förderung Privatpersonen, aber auch Unternehmen, Stiftungen und Vereine.

 

Förderfähig ist der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges gemäß § 2 des Elektromobilitätsgesetzes, im Einzelnen ein

  • reines Batterieelektrofahrzeug,
  • von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) oder
  • Brennstoffzellenfahrzeug

der Klassen M1 und N1 beziehungsweise N2 soweit diese mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B im Inland geführt werden dürfen. Ebenso förderfähig sind Fahrzeuge, gleich welchen Antriebs, die keine oder weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km vorweisen.
Den Umweltbonus gibt es allerdings nur, wenn der Wagen auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des BAFA steht.

 

Bei allen Elektroautos, die gefördert werden sollen, muss der Netto-Listenpreis unter 60.000 Euro liegen. Käufer von Elektroautos, die mehr kosten, müssen also auf die Förderung verzichten. Insgesamt reicht das Geld der Bundesregierung für mindestens 300.000 Pkw – bis Ende Dieses Programm läuft noch bis zum 30.6.2019. Eine Verlängerung wird derzeit in Berlin geprüft.

 

Mehr Informationen zum Elektromobilität Umweltbonus gibt es hier

KFZ-Steuer
Auch steuerlich werden Elektroautos gefördert: Für batterieelektrische Fahrzeuge, die aktuell bis zum 31.12.2020 erstmals zugelassen werden, wird zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer fällig. Nach einem Halterwechsel innerhalb dieser zehn Jahre wird dem neuen Fahrzeughalter die Steuerbefreiung für den dann noch verbleibenden Zeitraum gewährt.
Hybridfahrzeuge, die auch von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, profitieren nicht von diesem Steuervorteil.

 

Nachträglich auf Elektroantrieb umgerüstete Fahrzeuge
In der Zeit vom 18. Mai 2016 bis 31. Dezember 2020 nachträglich zu einem reinen Elektrofahrzeug umgerüstete Fahrzeuge werden, unabhängig vom Datum der Erstzulassung, nach § 3d Abs. 4 KraftStG für die Dauer von zehn Jahren von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. In diesen Fällen beginnt die Steuerbefreiung an dem Tag, an dem die Zulassungsbehörde die Voraussetzungen als erfüllt feststellt (Tag der Umrüstung).
Voraussetzung hierfür ist, dass

  • die Umrüstungsfahrzeuge zum Zeitpunkt der erstmaligen verkehrsrechtlichen Zulassung ursprünglich mit Fremdzündungs- oder Selbstzündungsmotoren angetrieben und in der Zeit vom 18. Mai 2016 bis 31. Dezember 2020 nachträglich zu einem reinen Elektrofahrzeug umgerüstet wurden bzw. werden
    und
  • für die bei der Umrüstung verwendeten Fahrzeugteile eine Allgemeine Betriebserlaubnis nach § 22 i.V.m. § 20 StVZO erteilt wurde.

Weitere Informationen zur Kfz-Steuer für Elektrofahrzeuge gibt es hier

 

Steuervergünstigungen für Elektro-Dienstwagen
Für Dienstwagen gilt seit 2019 ein weiteres Privileg: Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge werden pauschal mit 0,5 Prozent des Listenpreises versteuert. Zum Vergleich: Verbrenner müssen mit einem Prozent des Listenpreises beim Finanzamt angesetzt werden.
Das gilt allerdings nur für Fahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden und zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt werden. Hybridfahrzeuge müssen zudem eine von zwei weiteren Voraussetzungen erfüllen:

  • Entweder beträgt die Kohlendioxidemission höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer.
  • Oder die Reichweite des Elektroantriebs beträgt mindestens 40 Kilometer.

Und auch das Laden des Elektroautos beim Arbeitgeber muss nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden.

KFW-Umweltprogramm zur günstigen Finanzierung von Elektroautos und Ladeinfrastrukturen für gewerbliche Unternehmen und Freiberufler
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) finanziert mit dem KfW-Umweltprogramm 240/241 Umweltschutzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen und Freiberufler. Darunter fallen neben vielen anderen Bereichen auch Investitionen in die Elektromobilität. Die KfW gewährt günstige Konditionen (ab 1,00 Prozent effektiven Jahreszins) zur Anschaffung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden und für den Aufbau von Ladeinfrastrukturen.
Details wie die Kredithöhe, Laufzeit und der konkrete Zinssatz werden individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten.

 

Wer erhält die Förderung?

  • In- und ausländische Unternehmen jeder Größe
  • Freiberufler
  • Public Private Partnership-Modelle
  • Unternehmen, die als Contracting-Geber Dienstleistungen für Dritte erbringen

Was wird gefördert?

  • Elektrofahrzeuge
  • Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge (max. 50g CO2/km bzw. mind. 40 km elektrische Reichweite)
  • Ladestationen für Elektrofahrzeuge
  • Betankungsanlagen für Wasserstoff

Mehr Informationen zum KFW-Umweltprogramm finden Sie hier

 

Baden-Württemberg fördert Elektromobilität
Mit der „Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität BW“ weitet Baden-Württemberg die Förderung im Bereich der Elektromobilität weiter aus. Das Land ermöglicht einigen Unternehmenszweigen, Institutionen und Körperschaften des öffentlichen Rechts einen einfachen Ein- bzw. Umstieg in die Elektromobilität.
Mehr Informationen finden Sie hier


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